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Ich bin eine Beobachterin der ungeschriebenen Gesetze des Alltags, eine Sammlerin von Momenten und eine chronische Nachdenkerin. Mein Kopf sortiert die Welt nicht in starre Schubladen, sondern in emotionale Wetterlagen. Denn das Leben ist selten nur eins: Es ist laut und leise, absurd und tiefgründig, bittersüß und verdammt komisch.

Mal schreibe ich literarische Kolumnen, dann wieder Poesie. Abwechslung pur, aber immer in Kürze, denn wenn ich eines liebe, dann die Kürze. Das spiegelt sich auch in meinen Texten: auf den Punkt gebracht und trotzdem vollständig.

Lotta Sommerfeld

Die Welt und ihre Absurditäten

Warum ich schreibe, werde ich oft gefragt. Die Antwort ist einfach: Ich habe nie etwas anderes gemacht. Bereits als Kind habe ich geschrieben, was das Zeug hält. Schwülstige Lieder über die indigene Bevölkerung Amerikas (Ja, ich liebte Winnetou heiß und innig.), Gedichte, Texte für die Frösi – eine Kinderzeitschrift der DDR. Kurz: Ich war schon immer eine Schreiberline. 

Also studierte ich Germanistik und glaubte, auf diese Weise Schriftstellerin zu werden. Stattdessen brütete ich über Literaturtheorien, las Goethe und lernte Latein. Es war langweilig. Ich gebe es zu. Irgendwann schmiss ich hin und studierte Journalismus. Eine blöde Idee, denn wenn ich eines nicht kann: mit Menschen reden. smile Auch hier endete meine Karriere relativ schnell. Und trotzdem: Ich schrieb weiter. Beobachtungen über den Alltag, Menschen und das Leben an sich. Das mache ich bis heute. Wenn ich schreibe, bin ich ich selbst. Das ist für mich Lohn genug. 

 

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Müssen Schriftsteller in Schubladen passen?

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