„Das ist doch Nonsens“, sagte meine Großmutter früher gern und brachte mich als Kind zum Grübeln. Heute weiß ich, dass sie meinte, ich würde Unfug reden. 😁
Was ich nicht wusste: „Nonsens“ stammt vom englischen Wort „nonsense“ bzw. „non sense“ und setzt sich zusammen aus dem lateinischen sensus für „Sinn“ und französischen „non“ (nicht). Wortwörtlich bedeutet es also: kein Sinn.
Dazu fällt mir sofort etwas ein. Das Heraussuchen alter Wörter ist übrigens eine gute Möglichkeit, intuitives Schreiben zu üben. Stift in die Hand und losschreiben. Kein Nachdenken. Kein Korrigieren. Die Worte fließen von allein aufs Papier.
Meine intuitive Geschichte zum Wort „Nonsens“ (Schreibdauer: 5 Minuten)
Die Geschichte vom Nonsens oder als die Dummheit laufen lernte
„Guten Tag“, sagte er und reichte der Dame nonchalant seine Hand.
„Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Nonsens. Ernst Nonsens. Ich bin meines Zeichens Vertreter für Staubsauger und Sie sehen so aus, als könnten Sie einen solchigen gut gebrauchen.“
„Na hören Sie mal“, plustert sich die Angesprochene auf. „Soll das etwa heißen, dass ich schlampig bin?“
Bedrohlich rückt sie dem Herrn im Vertreter-Grau näher.
„Aber nein, Verehrteste. Im Gegenteil: Sie sehen wie jemand aus, der Sauberkeit mit Leib und Seele lebt. Schauen Sie einmal. Das ist unser Modell „Saugtnichtgut II“. Dieses Modell ist ein ganz besonderes Exemplar. Es saugt den Staub unten rein und pustet ihn oben wieder aus. Sie arbeiten damit effizient, umweltfreundlich und kostengünstig. Sie brauchen keine Staubsaugerbeutel mehr.“
„Zeigen Sie einmal her. Oh, der ist ja viel leichter als mein Modell. Und ich brauche dann wirklich keine Staubsaugerbeutel mehr? Die gehen ja wirklich ins Geld.“
„Wenn ich es Ihnen doch sage, Gnädigste: unten rein, oben raus. Gelebte Effizienz. Was halten Sie davon? Darf ich Ihnen ein Exemplar überreichen?“
Gedankenwolken schweben über dem ondulierten Damenkopf: Wie sage ich es meinem Mann? Wo kann ich das Gerät verstecken? Wird er merken, dass der Staubsauger neu ist?
„Egal, ich nehme einen. Was bekommen Sie von mir dafür?“
„Oh, da das Gerät einmalig ist und Sie die Kosten dafür nach einem Jahr amortisiert haben, bekomme ich 1.450 Euro von Ihnen. 50 Euro Rabatt bekommen Sie von mir als Dankeschön.“
Die Dame zögert nicht lange – zu verführerisch ist der Gedanke daran, beim nächsten Damenkranz damit anzugeben. Nur wenig später wechselt das Geld den Besitzer und zwei glückliche Menschen gehen ihrer Wege. Nur einer wird glücklich bleiben.