Seite wählen

„Schatz! Hast du gesehen, dass ich das Nachtlicht woanders hingetan habe? Da stört es nicht.“

„Hm. Für meinen Liebling nur das Beste.“

„Lichtsmog ist schädlich.“

„Ich komme dir gleich hin von wegen Lichtsmog. Schau dir Berlin bei Nacht an. Dann weißt du, was Lichtsmog ist.“

„Möchtest du damit sagen, dass ich überreagiere?“

„Nein. Keineswegs. Ich meine nur, dass ein Nachtlicht meilenweit von Lichtsmog entfernt ist.“

„Damit sagst du doch aber, dass ich überreagiere. Das finde ich nicht fair. Wir haben alle eine Verantwortung gegenüber dem anderen.“

„Was bitte hat das Nachtlicht mit Verantwortung zu tun? Retten wir damit den Weltfrieden, oder was?“

„Du brauchst überhaupt nicht sarkastisch zu werden. Du klingst gerade wie deine Mutter, wenn sie in Hochform ist.“

„Hast du mich gerade mit meiner Mutter verglichen? Du und dein Nachtlicht. Ich habe das Gefühl, ich rede mit deinem Vater, dem alten Knickerich. Am liebsten würdest du doch nachts den Strom abstellen, um ja keinen Cent zu viel auszugeben. Das ist lächerlich. Lichtsmog.“

„Weißt du, auf diesem Niveau rede ich nicht mehr mit dir.“

„Ach, jetzt bin also auch noch niveaulos. Du weißt, wo das Sofa steht. Raus aus…“

„So. Jetzt brauchst du kein Nachtlicht mehr.