Leise Töne
Herzlich willkommen in einem Raum für die Gedanken, die meistens erst dann kommen, wenn es um uns herum still wird.
Das Leben besteht nicht nur aus lauten Pointen, sondern vor allem aus den feinen Zwischenräumen. Hier finden die Themen ein Zuhause, die uns tief im Inneren bewegen: die wehmütige Spurensuche der eigenen Identität am nächtlichen Kühlschrank, die bittersüßen Reflexionen über das Älterwerden oder die tiefe, ungefilterte Trauer um ein verlorenes Lebewesen.
Dies ist ein Platz für unzensierte Empathie und existenzielle Melancholie. Hier wird nicht gewertet, sondern hingesehen. Es geht um die Kunst, den Schmerz der Welt zu spüren, ohne daran zu zerbrechen, und in der Unvollkommenheit des menschlichen Miteinanders – wie dem ungelenken Versuch, einander zu trösten – eine tiefe Wahrheit zu finden.
Tritt leise ein, lege die Alltagsrüstung ab und nimm dir die Zeit zum Nachdenken, Mitfühlen und Verweilen.
Anfang 50 ist die neue 15
Oder: Was mir ein 37 Jahre alter BMW über das Leben verriet Meines Schwiegervaters Auto musste in die Werkstatt. Als...
Können Männer trösten?
„Ich bin traurig“, sagte ich und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. Ich würde keinen Trost bekommen. Sein hilfloses...
Die Reihen lichten sich
„Du, der Florian, du weißt schon: Der Kollege, mit dem wir letztes Jahr seinen 60. gefeiert haben. Der ist tot.“ Der mir...
Bring ich oder bring ich nicht?
Es ist ein früher Morgen. Die Vögel zwitschern ihr fröhliches Lied. Der Hahn kräht, als ginge es um sein Leben und ich...
Zwischen Trauer und Schuld
Eigentlich sollte ich etwas Lustiges schreiben. Aber ich kann nicht. Mein Hund ist gestorben – vor drei Wochen. Einfach so....
Luna was here… und hat uns mitgenommen
„Luna was here.“ Das sagten wir immer, wenn unsere Bärin gefühlt jeden Baum, Grashalm und Stein markierte. Es interessierte...
Ich bin ein Wendekind
Nachts sind alle Katzen grau. Nun, wir haben keine Katze, sondern Luna. Und Luna ist so schwarz wie diese Nacht. Das grelle...
Female Empowerment oder Faultier auf Abwegen
„Butzi, lass uns nach der Arbeit noch eine Radtour machen.“, säuselt der mir Angetraute in meine müden Ohren und sieht mich...
Pudel in Lederjacke oder die Last der Geburt
Als ich geboren wurde, war es Winter – nicht so kalt wie der Winter 1978, aber nahe dran. Jedenfalls lag da dieses kleine...
Verloren
Es ist Nacht – nicht Abend. Es ist eine Nacht, die so dunkel wie der Höllenschlund ist, und den stelle ich mir so duster...

Diana Giesen
Autorin & Journalistin
Irgendwann zwischen Gestern und Heute findet das Leben statt.